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Auch hier wieder ein Beitrag zum Thema selbermachen-geldsparen.

Wir wollen hier das Thema Schnaps selber machen behandeln. Von vorn herein möchten wir auf die Gesetzlichkeiten in Deutschland hinweisen. Jeder der selbst Hochprozentiges herstellen will, muß sich nach diesen Gesetzlichkeiten richten.

Bitte beachten Sie die gesetzlichen Bedingungen des jeweiligen Landes!!!

Rechtliches zu Destillen

In Deutschland muss der Erwerb einer Destille mit einem Brennkessel größer als 1/2 Liter beim zuständigen Hauptzollamt angemeldet werden. Wenn Sie eine Destille mit einem größeren Kessel erwerben, dürfen Sie diesen in Deutschland nicht verwenden, um aus Maische selbsterzeugten Alkohol zu destillieren oder um minderwertigen, unversteuerten Alkohol zu reinigen. Für eine Destille mit großen Töpfen benötigen Sie eine Genehmigung vom Zoll.

Genaues dazu finden Sie im Branntweinmonopolgesetz unter http://bundesrecht.juris.de/branntwmong/index.html

Brennanleitung

Zuerst muß der Brennkessel mit Maische gefüllt werden. Nach dem nun die Maische im Kessel ist, wird der Deckel befestigt und das Steigrohr auf dem Kessel befestigt.

Nicht vergessen! Unbedingt ein Gefäß unter den Destillat-Ausgang stellen. Jetzt sind alle Schläuche aufzustecken und zu verschrauben. Unbedingt darauf achten, dass der Zufluss des Kühlwassers geregelt werden kann. Z.B. über einen Wasserhahn.

Jetzt kann der Brenner in Betrieb genommen werden, aber bitte noch kein Kühlwassers aufdrehen.

Erst wenn die Temperatur im Steigrohr steigt, das Kühlwasser langsam aufdrehen.

Wenn die Temperatur etwa bei 65° C ist, beginnt das Destillat zu fließen. Jetzt das Kühlwasser etwas mehr aufdrehen, den Brenner zurückdrehen und diese Temperatur halten. Alles was bei dieser Temperatur an Destillat fließt, kommt in den Vorlauf. Es riecht wie Nagellackentferner.
Erst wenn kein oder kaum noch Destillat bei dieser Temperatur kommt, Temperatur langsam erhöhen.

Wenn sich die Temperatur der 78° - 79°C Marke nähert, ist es nötig den Durchfluss von Kühlwasser und die Temperatur der Hitzequelle so einzupegeln, um ständig bei einer Temperatur von 79°C -82°C zu bleiben. Ab hier den Zwischenlauf (guter Alkohol) separat auffangen.

Ein perfektes Ergebnis erhältst du, wenn du diese Temperatur hältst. Der Siedepunkt von Äthanol ist bei 78.3°C. Die genaue Temperatur wird mit dem Wasserzufluß geregelt.

Die Destillation wird nun einige Stunden dauern. Es ist wichtig, dass die Destillation nicht zu schnell geht. Es sollten relativ rasche Tropfen oder ein ganz dünner Strahl den Destillatausgang verlassen.

Gut Ding will Weile haben !!!

Je länger es dauert, desto besser, reiner das Ergebnis. Es sollten max. 20 ml pro Minute fließen.

Es ist nicht notwendig jetzt ständig zu kosten ( grins ), aber die Temperatur sollte regelmäßig überprüft werden, um etwaige Feinabgleiche vorzunehmen zu können.
Vorsicht !! Alkohol ist schnell entflammbar !! !!! Explosionsgefahr !!!

Nicht rauchen und Raum lüften. In geschlossenen Räumen unbedingt Fenster öffnen.

Wenn die Temperatur wieder zu steigen beginnt, kommt das Brennende. Wenn bei einer Temperatur von 85° nur noch ein paar Tropfen kommen (diese Temperatur halten), sollte das Brennen beendet werden. Wenn du richtig gebrannt hast, liegt das Ergebnis (Gesamtdestillat) zwischen 78% - 83% Vol.

Durch die Einhaltung der richtigen Temperatur am Steigrohrende wird sichergestellt, dass der Wasserdampf genug abgekühlt wird und wieder in Flüssigkeit übergeht. Diese Flüssigkeit läuft wieder das Steigrohr hinunter und wird nicht zum Kühlrohr weitergeleitet. Aufgrund des Designs der Brennanlage geschieht das auch mit den anderen unerwünschten Stoffen, die wir nicht in unserem Ergebnis haben wollen. Somit erhalten wir ein sehr reines Produkt. Wenn also die Temperatur zu steigen beginnt und das Destillat nur noch tropfenweise kommt, ist der trinkbare Alkohol abdestilliert. Voraussetzung ist, dass die Temperatur konstant gehalten wurde und nicht schwankt.

Der Abkühlungsprozess

Während des Abkühlungsprozesses kondensiert der Dampf wieder. Es ist äußerst wichtig, das Thermometer abzunehmen, um den Luftdruckunterschied von der äußeren Umgebung zur Inneren auszugleichen.

Sobald das Steigrohr vollkommen abgekühlt ist, soll man es abnehmen und mit heißem Wasser von der Spitze her, in Richtung Boden durchspülen, um es von Restölen zu befreien.

Dann den Kessel entleeren, reinigen und trocknen.