Grundstückskauf

  • Wo finde ich mein Grundstück?
    Makler, Zeitung, Gemeinden

  • Worauf sollte ich achten, bevor Sie sich für ein Grundstück entscheiden?
    Lage, Bebaubarkeit, Zuwegung, Erschließung, Besonnung, Schulen, Kindergärten, Einkaufsmöglichkeiten, der Weg zur Arbeit, auf Gewässer achten, Schwämmland, Fels, Hang? Möchte ich unbedingt einen Keller? Entwässerung des Kellers beachten ( Höhe der Schleusen ) eventuell Mehrkosten für Hebeanlage.
    Ganz wichtig! Was dürfen Sie auf dem Grundstück bauen? Beachten Sie Dachneigung, Vollgeschosse, Giebelrichtung, Dachform, Dachfarbe, max. Grundfläche, Entfernung zum Nachbar etc.

  • Was sollte in den Kaufpreis einfließen?
    Entfernung zur Arbeit, eventuell 2.Auto, der Kaufpreis ist meist billiger je weiter das Grundstück von der Stadt weg ist, so das sich ein zweites Auto durchaus rechen kann.

  • Der Kaufvertrag beim Notar
    Rücktrittsrecht sichern, bei erschwerter Bebaubarkeit, zur Bebauung nicht geeigneter Bodenklassen, bei Nichterteilung der Baugenehmigung, unbedingt Baugrundgutachten einfordern, Kaufpreiszahlung nach Lastenfreiheit im Grundbuch. Wichtig für die Finanzierung 1. und 2. Rangstelle im Grundbuch müssen frei sein.
    Baulastenverzeichnis prüfen. Immer gut beraten sind Sie, wenn Sie das Grundstück privat kaufen können, ohne das Sie sich mit diesem Grundstück an einen Bauträger binden. Ganz besonders gut ist es, wenn Sie das Grundstück nicht finanzieren müssen, sondern aus Ihrem Eigenkapital bezahlen können.

 

Dies hätte mindestens vier entscheidende Vorteile:

  1. Grunderwerbssteuer fällt natürlich nur auf den Kaufpreis des Grundstückes an und nicht auf Grundstück mit Haus. Das kann Ihnen passieren, wenn Sie ein Grundstück vom Bauträger kaufen, worauf Ihr Haus erst gebaut werden soll, Sie aber vertraglich das Grundstück nicht ohne das Haus bekämen.
  2. Sie sind bauträgerunabhängig und können nun nach dem besten Hausangebot suchen.
  3. Sie zeigen Ihrer Bank, dass Sie mit Geld umgehen können und schon ein beachtliches Kapital besitzen, eben Ihr Grundstück. Geben Sie dafür aber nie Ihr ganzes Eigenkapital aus. Sie brauchen noch Bares.
  4. Ihr bezahltes Grundstück zählt bei der Finanzierung des Hauses als Eigenkapital.

Achtung ! Bevor Sie ein Grundstück kaufen, prüfen Sie unbedingt, ob das Grundstück tatsächlich Bauland ist. Gehen Sie dazu auf das zuständige Bauamt ( Gemeinde oder Stadtverwaltung ) und lassen Sie sich möglichst schriftlich bestätigen, dass Ihr zukünftiges Grundstück tatsächlich Bauland ist.
( Das hat allerdings noch nichts mit der Bebaubarkeit zu tun )

Nehmen Sie dazu eine Flurkarte mit, die Ihnen der Verkäufer sicher gern zur Verfügung stellt.

Wichtig!

Das Wichtigste an einem Baugrundstück ist immer die Lage, die Lage und dann die Lage.

An der Lage können Sie nichts ändern, auch wenn Sie ein noch so tolles Haus gebaut haben.

Prüfen Sie im Vorfeld, ob bei ungünstigen Windverhältnissen der Lärm von der Autobahn unerträglich stört, oder ob der Schweinestall in der Nähe doch mehr stinkt, als man denkt. Aber denken Sie immer daran, sollten Sie einmal auf das Land ziehen, gehören natürlich auch Nutztiere zum Dorfleben und die waren auch meistens eher da als Sie.

Wird das kleine Bächlein in der Nähe bei starkem Regen zum reißenden Fluss? Wir kennen noch die Bilder von der letzten Flutkatastrophe aus dem Fernsehen.

Ist alles zu Ihrer vollsten Zufriedenheit, können Sie mit dem Verkäufer einen Notartermin vereinbaren. Sprechen Sie vor dem Termin persönlich mit dem Verkäufer und erklären, warum Sie die nun folgenden Dinge im Notarvertrag erwähnt haben möchten.

Vereinbaren sie im Kaufvertrag unbedingt ein Rücktrittsrecht, oder Schadensersatz, wenn das Grundstück nicht, oder nur unter erschwerten Bedingungen bebaubar ist. Vereinbaren Sie Kaufpreiszahlung nach den üblichen Bedingungen (Lastenfreiheit im Grundbuch, Auflassungsvormerkung ) UND normaler Bebaubarkeit mit einem (IHR BAUWUNSCH, z.B. EFH, MFH, x-stöckige Wohn- oder Gewerbebebauung ) laut Baugrundgutachten. Natürlich müssen Sie sich verpflichten, ein solches Gutachten sofort in Auftrag zu geben.

Prüfen Sie nun, dass dieses Grundstück auch bebaubar ist. Lassen Sie Baugrundgutachten anfertigen. Dieses kostet zwar Geld ( etwa 500 Euro ), aber lieber 500 Euro in den Wind geschossen, als auf einem Grundstück zu sitzen, was den Bau des Hauses durch erschwerte Gründung um 10.000 oder 100.000 Euro verteuert. Im Übrigen können Sie sich dann immer noch entscheiden, ob Sie das Grundstück kaufen, oder nicht. Zumindest wissen Sie dann etwa, mit wie viel Mehrbelastung Sie rechnen müssen.

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